Jung, ambitioniert, ausgebremst? - die Gen Z im deutschen Arbeitsmarkt
23.09.2025 / ID: 433464
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Eschborn, September 2025 - Die Generation Z will leisten und vorankommen - doch sie stößt häufig auf Hürden. Seit Januar 2024 sind Einstiegspositionen auf globaler Ebene um ganze 29 Prozentpunkte zurückgegangen, zeigt die neue Randstad Studie Der Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt. Ein weiteres Problem: Junge Beschäftigte sind karriereorientiert, sehen aber in vielen Unternehmen kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Mehr als ein Drittel (35 %) plant deshalb einen Jobwechsel in den kommenden ein bis zwei Jahren. Arbeitgeber riskieren, eine ambitionierte Nachwuchsgeneration zu verlieren, wenn sie die Generation nicht dort abholen, wo sie steht.Die zentralen Ergebnisse (Deutschland im globalen Vergleich):
- Nur 45 % der Gen Z sehen ihren aktuellen Job als Teil ihrer "Traumkarriere" (global: 58 %)
- 35 % planen einen Jobwechsel in den nächsten ein bis zwei Jahren - global planen 33 % einen Wechsel sogar in den nächsten 12 Monaten
- Nur 12 % wollen langfristig bleiben (global: 11 %)
- Nur jede:r Zweite (50 %) hat den Eindruck, dass der Arbeitgeber sich um ihre Zukunft kümmert - niedrigster Wert im Generationenvergleich (global: 60 %)
- Mehr als die Hälfte (51 %) der Gen Z arbeitet derzeit Vollzeit - etwas mehr als der globale Durchschnitt (45 %).
Training on the Job reicht nicht: Junge Talente fühlen sich zu wenig gesehen
Gen Z-Beschäftigte in Deutschland investieren aktiv in ihre Weiterentwicklung: 57 % lernen vor allem "on the Job", 45 % über Kolleg:innen und Mentor:innen, und ebenso viele nutzen Weiterbildungsangebote. Damit bewegen sich die Werte auf internationalem Niveau und zeigen deutlich, dass diese Generation wachsen will. Doch ohne greifbare Entwicklungsperspektiven läuft der Ehrgeiz ins Leere. Denn fast jede:r Zweite (45 %) ist vom aktuellen Job nicht begeistert oder ausreichend herausgefordert, und nur die Hälfte (50 %) hat das Gefühl, dass sich der Arbeitgeber um ihre Zukunft kümmert.
"Junge Talente sind ambitioniert und wollen sich jetzt einbringen - und nicht auf später vertröstet werden. Wenn ihnen Verantwortung und klare Entwicklungsschritte fehlen, suchen sie sich ein neues Umfeld, in dem sie wachsen können", sagt Henri Viswat, CEO von Randstad Deutschland. "Arbeitgeber, die Karriereschritte und Perspektiven transparent aufzeigen und Hindernisse im Alltag abbauen, gewinnen das Vertrauen der Gen Z - und sichern sich selbst die Zukunftsfähigkeit im Wettbewerb um Talente."
Vom Einstieg zur Perspektive: Welche Weichen Arbeitgeber jetzt stellen sollten
Die Ergebnisse machen klar: Die Gen Z ist keine Generation von "Jobhoppern", sondern bewegt sich mit Leistungswillen und klarem Karrierefokus in einem volatilen Arbeitsmarkt. Ihre Bereitschaft zu schnellen Jobwechseln entsteht nicht durch Planlosigkeit oder Lust an Veränderung, sondern durch das Fehlen greifbarer Perspektiven. Deshalb sollten Arbeitgeber jungen Beschäftigten faire Zugänge zu Weiterbildung ermöglichen - auch im Umgang mit neuen Technologien wie KI.
"Es reicht nicht, Türen aufzuhalten - Arbeitgeber müssen Karrierebegleiter sein. Wer Einstiegsrollen klar als Sprungbrett aufzeigt und Entwicklung ermöglicht, bindet die jungen Talente. Alles andere treibt sie zum Wechsel und Arbeitgeber in eine Zukunft, in denen ihnen eine ganze Nachwuchsgeneration von Fachkräften fehlt", so Viswat.
Über die Studie "Der Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt"
Die Studie hat die Ansichten und Perspektiven von Arbeitnehmenden in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika untersucht. Sie basiert auf Befragungen, die zwischen dem 30. Juni und dem 14. Juli 2025 mit 11.250 Teilnehmenden in 15 Ländern durchgeführt wurden. In Deutschland sind 500 Arbeitnehmende der Gen Z und 250 weitere Arbeitnehmende anderer Alterskohorten befragt worden. Für die Umfrage arbeitete Randstad mit Evalueserve zusammen, einem globalen Forschungs- und Analyseunternehmen.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
Firmenkontakt:
Randstad Deutschland
Frankfurter Straße 100
65760 Eschborn
Deutschland
+49 1525 450 9349
http://www.randstad.de
Pressekontakt:
Randstad Deutschland
Bettina Desch
Eschborn
Frankfurter Straße 100
01525 450 9349
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Randstad Deutschland
17.04.2026 | Randstad Deutschland
Beschäftigte Ü50 profitieren deutlich seltener von Weiterbildung
Beschäftigte Ü50 profitieren deutlich seltener von Weiterbildung
30.03.2026 | Randstad Deutschland
Unternehmen setzen immer stärker auf Rentner:innen - Aktivrente überzeugt bislang nur bedingt
Unternehmen setzen immer stärker auf Rentner:innen - Aktivrente überzeugt bislang nur bedingt
23.03.2026 | Randstad Deutschland
Mentale Gesundheit wird von Beschäftigten weniger priorisiert, bleibt aber Fluktuationsgrund
Mentale Gesundheit wird von Beschäftigten weniger priorisiert, bleibt aber Fluktuationsgrund
13.03.2026 | Randstad Deutschland
Teilzeit ist keine Frage des "Lifestyles"
Teilzeit ist keine Frage des "Lifestyles"
26.02.2026 | Randstad Deutschland
Gemeinschaft und KI schieben die Produktivität an
Gemeinschaft und KI schieben die Produktivität an
Weitere Artikel in dieser Kategorie
25.04.2026 | JS Research GmbH
Mayfair Gold sichert sich hochgradige Claims!
Mayfair Gold sichert sich hochgradige Claims!
24.04.2026 | JS Research GmbH
2026 - vermutlich das sechste Silberdefizit in Folge
2026 - vermutlich das sechste Silberdefizit in Folge
24.04.2026 | GOLDINVEST Consulting GmbH
Norsemont überzeugt: Choquelimpie liefert neben Gold auch signifikantes Kupfer, Blei und Zink!
Norsemont überzeugt: Choquelimpie liefert neben Gold auch signifikantes Kupfer, Blei und Zink!
24.04.2026 | CyberForum e.V.
Wie Stadtwerke und Startups gemeinsam die Energiewende vorantreiben
Wie Stadtwerke und Startups gemeinsam die Energiewende vorantreiben
24.04.2026 | Innovation Circle Managementgesellschaft mbH
Corporate Circle Alliances - Bernhard Schindler
Corporate Circle Alliances - Bernhard Schindler

