Uneinigkeit beim Strompreis – Aufwärtstrend geht weiter
31.07.2012 / ID: 72046
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Jedem Stromkunden ist bereits klar, dass die Energiewende mit immer wieder höheren Strompreisen verbunden ist. Das Bundesumweltamt rechnete letztes Jahr noch mit leicht steigenden Preisen. Politiker, Wissenschaftler und Energiekonzerne sehen hier weitaus höhere Preisanstiege. Bundesumweltminister Altmaier sagte kürzlich „Die Bezahlbarkeit von Strom ist die Grundvoraussetzung für das Gelingen der Energiewende“. Damit löste er bei verschiedenen Seiten fragende Blicke aus. Welche Erwartungen können an den Stromgipfel Ende August gestellt werden im Hinblick auf Bezahlbarkeit der Strompreise?EU-Kommissar Günther Oettinger appellierte „Wir brauchen eine Debatte über das Thema Industriestandort und Strompreis. Teurer darf der Strom nicht werden“. Die Strompreise dürften durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht zu sehr steigen. Aus Reihen der CDU und FDP ist Unmut über die steigende Belastung zu hören. Vizefraktionschef der CDU Michael Fuchs forderte gegenüber den Medien eine Gesetzesänderung, um die Belastungen für die Verbraucher zu senken. Christian Lindner (FDP) warnte vor einer ¬finanziellen Überlastung der Bürger. Der Aufwärtstrend müsse umgehend gestoppt werden. Verbrauch-check24.de empfiehlt daher nach Alternativen zu suchen und den Stromanbieter zu wechseln. Für den Wechsel stellt Verbrauch-check24.de entsprechende Tarifrechner zu Verfügung.
Wissenschaftler sagen das Strom teuerer werden muss. Christof Timpe, Leiter beim Öko-Institut, sagt: „Ich halte die von Altmaier gemachte Aussage im wörtlichen Sinne für richtig, in der politischen Wirkung aber für falsch“. Denn sie impliziere, dass Strom nicht teurer werden dürfe. Wissenschaftler sagen das es richtig ist das der Strom teurer wird, denn dieser wird nur verschwendet
Die Summe von Steuern und Abgaben beim Strompreis von hat sich von 1998 bis heute verzehnfacht. Der Posten macht 45 Prozent am Strompreis für Haushaltskunden aus. Allein die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien lag 14,1 Milliarden Euro. Diese EEG-Umlage ist eine Art Ökostrom-Soli, ein Zuschlag auf jede Kilowattstunde zur Förderung aus Wind- und Solarkraft. 2004 lag die Umlage bei einem halben Cent pro Kilowattstunde, jetzt beträgt sie 3,59 Cent, eine Anhebung auf fünf Cent im Oktober ist im Gespräch. Die Umlage macht für einen durchschnittlichen Haushalt jährlich 125 Euro aus. Bis 2014 wird die Umlage auf bis zu acht Cent pro verbrauchter Kilowattstunde steigen. Dann müsse eine Familie knapp 400 Euro pro Jahr für die Förderung des Ökostroms zahlen.
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