"Verrat an chronisch Kranken!"
04.06.2013 / ID: 120096
Vereine & Verbände
Als "Verrat an chronisch Schwerstkranken" kritisiert Elke Baezner, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V., die beabsichtigten Leistungskürzungen bei Dialyse-Patienten. Diese soll den Kassen eine Honorarminderung von 100 Millionen Euro bringen. Ab 1. Juli 2013 werden die Dialyse-Sachkosten um etwa 10 Prozent gekürzt; mit dem dann gezahlten Betrag von 414 Euro Wochenpauschale (das entspricht etwa 147 Euro pro Behandlung) wird Deutschland im Vergleich mit 21 europäischen Nachbarstaaten das Schlusslicht sein. Zum Vergleich: Frankreich erstattet den behandelnden Ärzten 350 Euro pro Einzel-Behandlung. Die Kürzung war vom Bewertungsausschuss der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Krankenkassen-Spitzenverband dem Bundesgesundheitsministerium empfohlen worden. Im Jahr 2015 werden die Leistungen laut Plan voraussichtlich noch weiter gekürzt.
Eine von Betroffenen und Ärzten initiierte Petition im Bundestag hatte zwar eine Anhörung am 13. Mai dieses Jahres erwirkt, aber keine Rücknahme des Beschlusses. "Gerade Patienten, die wegen ihres hohen Alters für eine Nierentransplantation nicht mehr geeignet sind, werden die verschlechterten Bedingungen am eigenen Leib zu spüren bekommen. Dabei sind die Krankenkassen finanziell gut aufgestellt. Gespart wird an den Schwachen, den Alten und chronisch Kranken. Das bewies ja schon die unsägliche Fallpauschale für Sterbende", bemängelt Baezner.
Rund 90.000 Menschen sind in Deutschland auf eine regelmäßige Blutwäsche (jeden zweiten Tag) angewiesen, da ihre Nieren nicht funktionieren und sonst eine Blutvergiftung droht. Eine qualitativ gute Versorgung umfasst neben hochwertigen Schläuchen und modernen Geräten sowie der ärztlichen Betreuung u.a. auch Ernährungsberatung und psychosoziale Betreuung. Gegen die Leistungskürzungen und entsprechende Qualitätsverschlechterung werden sich vor allem ältere Menschen kaum wehren können, fürchtet Baezner. Das darf nicht stillschweigend hingenommen werden! Die DGHS erklärt sich mit den betroffenen Patienten solidarisch.
http://www.dghs.de
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.
Kronenstr. 4 10117 Berlin
Pressekontakt
http://www.dghs.de
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.
Kronenstr. 4 10117 Berlin
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Wega Wetzel
21.12.2017 | Wega Wetzel
Künstliche Lebensverlängerung war rechtswidrig
Künstliche Lebensverlängerung war rechtswidrig
20.06.2014 | Wega Wetzel
"Absolut indiskutabel"
"Absolut indiskutabel"
27.05.2014 | Wega Wetzel
Hilfe zur Selbsttötung KANN eine ärztliche Aufgabe sein!
Hilfe zur Selbsttötung KANN eine ärztliche Aufgabe sein!
21.05.2014 | Wega Wetzel
"Mein Ende gehört mir!"
"Mein Ende gehört mir!"
05.05.2014 | Wega Wetzel
Die neue Pflege-Verfügung der DGHS
Die neue Pflege-Verfügung der DGHS
Weitere Artikel in dieser Kategorie
09.12.2025 | Helping Hands Academy e.V.
Helping Hands Academy e.V. "together for a better future" Hilfe zur Selbsthilfe in Gambia
Helping Hands Academy e.V. "together for a better future" Hilfe zur Selbsthilfe in Gambia
09.12.2025 | Netnext GmbH
VorteilDirekt24: wie gut ist Vorteildirekt 24
VorteilDirekt24: wie gut ist Vorteildirekt 24
02.12.2025 | Unternehmensberatung Andre Hennig
André Hennig gewinnt Doppelaward
André Hennig gewinnt Doppelaward
27.11.2025 | Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben e. V.
Betroffene von ME/CFS wollen mehr Aufklärung und Forschung
Betroffene von ME/CFS wollen mehr Aufklärung und Forschung
27.11.2025 | HSMA Deutschland e.V.
Neue Fachvorstände bei der HSMA Deutschland e.V.: MICE-Erfahrung trifft HR-Kompetenz
Neue Fachvorstände bei der HSMA Deutschland e.V.: MICE-Erfahrung trifft HR-Kompetenz

