DGHS: "Kompetente Beratung verhindert Panik-Suizide"
08.09.2011 / ID: 27537
Vereine & Verbände
Aus Anlass des Welt-Suizid-Präventionstags am 10. September betont Elke Baezner, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V., die Notwendigkeit von wertneutraler Suizidpräventions-Beratung. "Denn nur, wenn man Menschen, die über Selbsttötung aus welchen Gründen auch immer nachdenken, ernst nimmt und ohne Tabu kompetent berät, können Affekt-Suizide vermieden werden", betont Baezner.
Und weiter: "Wenn wir erreichen können, die Schwellenangst der Betroffenen vor einer Beratung abzubauen und so die Gefährdeten überhaupt erreichen, besteht eine reelle Chance, Paniksuizide mit all ihren Gefahren für den Betroffenen wie auch für unbeteiligte Dritte zu vermeiden. Eine kompetente Beratung hat zum Ziel, alle noch vorhandenen Handlungsmöglichkeiten bewusst zu machen und, wenn möglich, Alternativen zum Leben hin aufzuzeigen. Die Beratung muss dabei allen Freiraum für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung lassen. Suizid-Gedanken zu tabuisieren hilft den betroffenen Menschen nicht. Wer sich in einer subjektiv empfundenen, ausweglosen Situation befindet, braucht individuelle, einfühlsame, wertneutrale und kompetente Beratung und Hilfe."
Elke Baezner: "In objektiv ausweglosen Situationen muss bei Wahrung der Selbstbestimmung aber auch eine Beratung zum Sterben hin möglich sein. Suizid-Verhütung, die immer oberster Grundsatz sein sollte, funktioniert nur mit Rat und Hilfe und nicht mit Verboten und engen berufsständischen Regeln, mit denen sich zurzeit die praktizierenden Ärzte in Deutschland konfrontiert sehen." DGHS-Präsidentin Baezner verweist dabei auf den Appell der DGHS an die Landesärztekammern, weder die Ärztinnen und Ärzte noch die Patienten zu bevormunden. Man solle den Medizinern eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Handeln zutrauen und ihre Gewissensfreiheit nicht unzulässig beschneiden.
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