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12.03.2020 | Bildung, Karriere & Schulungen | geschrieben von Sabine Omarow¹ | Pressemitteilung löschen

Erfolge ohne Noten messen

Erfolge werden unterschiedlich gesehen

Für die einen sind bestimmte Erfolge wirkliche Erfolge, manche sehen die Erfolge nicht oder sie sind nicht der Rede wert. Erfolge sind subjektiv!
Für viele Menschen müssen Erfolge messbar sein, zum Beispiel in der Höhe des Geldes, das man auf dem Konto hat.

Was ist Erfolg für unsere Kinder/Schüler?

Der Erfolg für unsere Kinder definiert sich leider an den Noten. Hat das Kind gute Noten, ist es erfolgreich, die Erwartungen an die Zukunft sind positiv. Schreibt das Kind jedoch nicht so gute Noten, und das über einen längeren Zeitraum, dann sieht das nicht mehr so positiv aus. Manche Kinder werden nur an ihren Noten gemessen, alles dreht sich in diesen Fällen um die Schule. Das kann sehr niederschmetternd und deprimierend sein und ist es oft.

Wie sieht es bei vielen Eltern aus?

Warum dreht sich manchmal alles nur noch um die Leistungen, um die schlechten Noten? Da ist der Druck, der aus der Schule kommt und aus der Gesellschaft, sogar aus der Nachbarschaft oder der eigenen Familie. Die Kinder werden überall an den Noten gemessen. Manchmal machen sich Eltern zu große Sorgen um die Zukunft Ihrer Kinder und verlieren dabei das Hier und Jetzt aus den Augen.

Psychosomatische Leiden der Kinder und Jugendlichen steigen

Wenn man sich vor Augen führt, wie gestresst die Kinder und Jugendlichen heute oft sind, wie viele Kinder mehrmals wöchentlich oder gar jeden Tag unter Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen leiden, wie viele zu Schulabbrechern werden und wie viele dieser Kinder und Jugendlichen das Selbstvertrauen verlieren und nicht mehr an ihren eigenen Erfolg glauben, dann sollten wir versuchen, aus dieser Negativspirale herauszukommen.

Erwachsene schätzen sich oft als nicht erfolgreich ein

Viele Menschen denken von sich, Sie wären nicht erfolgreich oder nur mittelmäßig. Sabine Omarow fand bei Vanessa Weber, Geschäftsführerin der Werkzeug Weber GmbH & Co KG, eine Idee. Als Vanessa Weber mit 18 Jahren die Firma ihres Vaters übernehmen musste, war sie noch sehr unsicher und brauchte mehr Selbstbewusstsein. Sie begann ein Erfolgsbuch zu schreiben. Das hat ihr sehr geholfen und sie weit gebracht.

Erwachsene sollten Erfolgsbücher schreiben - Kinder/Schüler ebenso

Warum sollten sie das tun? Weil sich viele zu sehr auf das Negative konzentrieren. Das kann dazu führen, dass sie selbst und die Kinder krank werden.

Warum sollten Eltern ein Erfolgsbuch schreiben?

Alles, was der Mensch nicht selbst ausprobiert und wovon er nicht selbst überzeugt ist, kann er anderen nicht vermitteln - und schon gar nicht den eigenen Kindern. Sind Eltern von etwas überzeugt, strahlen sie das aus und die Kinder spüren das.

Was sollten Eltern dabei unbedingt beachten?

Sie sollten pro Tag bei einer geringen Anzahl der Erfolge bleiben - es reicht ein Erfolg. Vielleicht sind es zwei oder drei Erfolge. Es braucht Geduld, denn alles was neu ist, fällt zu Beginn schwer. Sehen Eltern für sich an einem Tag gar nichts Positives, können sie schreiben: "Ich war heute pünktlich auf Arbeit/zu Hause." "Ich habe mein Kind in die Arme genommen und gedrückt." ... Sie können das Kind fragen, was sie in den Augen ihres Kindes gut gemacht haben. Wenn Eltern etwas geübt sind und diesem Ritual viel Positives abgewinnen können, ist das Kind an der Reihe. Nun können die Eltern ihrem Kind zeigen, wie es geht. Oder aber der Lehrer/die Lehrerin zeigt es seinen Schülern.

Warum ist es so wichtig, Erfolge zu sehen?

Wenn Kinder immer nur mit Kindern verglichen werden, die ihnen weit voraus sind, kommen sie sich irgendwann als dumm und unfähig vor. Es gibt Kinder, die kein Lob annehmen können, weil sie nicht mehr daran glauben, etwas gut machen zu können. Das ist für ihr Selbstvertrauen gar nicht gut.

Die Kinder/Schüler sollen ihre Erfolge selber suchen und aufschreiben (ganz wichtig)

Das ist das Wichtigste! Eltern erklären Ihrem Kind, wie es geht und unterstützen es zu Beginn. Danach ist es die Sache des Kindes/Schülers. Es soll lernen, sich selbst wertzuschätzen, die eigenen Erfolge zu sehen. Es kann sich an sich selbst messen.

Das Kind/der Schüler misst die Erfolge nur an den eigenen Fortschritten

Absolut positiv an dieser Methode ist, dass das Kind lernt, sich an den eigenen Fortschritten zu orientieren. Es lernt, sich nur an sich selbst zu messen. Nur wenn wir selber unsere Erfolge sehen, können wir daran wachsen. Wenn diese Fortschritte noch so klein sind - es sind Fortschritte. Und die sind lebenswichtig!

Eltern müssen dabei akzeptieren, dass Ihr Kind/Schüler sich vielleicht zunächst keine Ziele für die Schule setzt. Mit viel Geduld, Zeit und Übung, wird Ihr Kind/Schüler sich später Ziele für die Schule aufschreiben.

Das Wichtigste ist:
1. Behandeln Sie das Erfolgsbuch Ihres Kindes/Schülers wie ein Tagebuch. Es ist das Erfolgsbuch Ihres Kindes/Schülers. Sie dürfen nur hineinsehen, wenn das Kind/der Schüler es erlaubt!
2. Seien Sie immer ehrlich.
3. Erfolge sind subjektiv - jeder kleinste Erfolg ist ein Erfolg.
4. Vergleiche mit anderen Personen sind tabu. Erfolge messen wir nur an unseren eigenen Fortschritten.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
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