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17.01.2011 | Garten, Bauen & Wohnen | geschrieben von Hans Dietmar Schneider¹ | Pressemitteilung löschen

Baustoff-Fachhandel erwartet für 2011 stabile Entwicklung

Die deutschen Baustoff-Fachhändler haben trotz der extrem ungünstigen Witterungsverhältnisse Anfang 2010 und des frühen Wintereinbruchs am Jahresende ein Umsatzplus von 2,9 Prozent erzielt. Wie die Blitzumfrage unter den 883 Mitgliedsfirmen des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V. (BDB), Berlin, zeigt, entwickelte sich das Geschäft regional sehr unterschiedlich. Fest eingeplante Projekte wurden durch den frühen Wintereinbruch auf 2011 verschoben. Für das 1. Halbjahr 2011 erwarten 43,4 Prozent der Baustoff-Fachhändler schwach steigende Umsätze, knapp 40 Prozent unveränderte Umsätze. Acht von zehn Mitgliedsfirmen schätzen die weitere Entwicklung ihres Unternehmens als zufriedenstellend oder gut ein.

"Wir Baustoff-Fachhändler trauen uns schon gar nicht mehr aus dem Fenster zu schauen. Kälte, Schnee und Regen haben unser Geschäft 2010 extrem beeinträchtigt und das geht dieses Jahr gerade so weiter", erläutert BDB-Präsident Stefan Thurn das Ergebnis. "Nach dem langen Winter waren alle Bauprojekte hart umkämpft, was wir leider auch in unseren Margen spüren mussten. Kostensteigerungen in den Baustoffpreisen oder bei den Energiekosten konnten wir nur bedingt weitergeben."

Lichtblick im Wohnungsbau

Positive Impulse für die Branche sieht Thurn in der Entwicklung des Wohnungsbaus, dem Haupttätigkeitsfeld der Baustoff-Fachhändler. "Der Anstieg der Baugenehmigungen um sieben Prozent in den ersten zehn Monaten 2010 ist zwar erfreulich, wird aber aufgrund des sehr niedrigen Niveaus die Probleme bei der Wohnraumversorgung nicht lösen", mahnt Thurn. Hier sei die Bundesregierung dringend gefordert. Sie müsse geeignete Rahmenbedingungen für Bauherren und Investoren schaffen, um die Bevölkerung mit bezahlbarem, energieeffizientem und altersgerechtem Wohnraum zu versorgen. Skeptisch beurteilt Thurn die Kürzungen bei den Förderprogrammen für die Gebäudesanierung. "Wenn der Staat durch jeden Euro, den er für die Förderung ausgibt, nachgewiesenermaßen ein deutliches Mehr an Steuereinnahmen erzielen kann, dann verstehe ich die Kürzungen nicht", kritisiert Thurn. "Das würde jeder Unternehmer anders machen." Im Modernisierungsmarkt sieht Thurn weiteres Wachstumspotential für seine Branche. "Viele unserer Mitgliedsfirmen bieten heute komplette Photovoltaiksysteme mit fachmännischer Beratung für Profi- und Privatkunden an. Unser Fokus liegt klar auf der energetischen Gebäudemodernisierung und auf dem Thema erneuerbare Energien", erklärt Thurn. Bereits an über 1.500 Standorten beraten ausgebildete "Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel" modernisierungsinteressierte Hausbesitzer.

Kampf um geeigneten Nachwuchs

Mit etwas Sorge blicken die Mitgliedsfirmen auf die noch vielen offenen Lehrstellen. Während die Zahl der Beschäftigten nahezu konstant blieb (-0,5 Prozent), nahm die Zahl der Auszubildenden um knapp zwei Prozent ab. "Wir Baustoff-Fachhändler leben von top ausgebildeten Fachkräften. Das ist unser Unterscheidungsmerkmal zu anderen Betriebsformen", analysiert BDB-Hauptgeschäftsführer Michael Hölker. "Wir bieten pfiffigen Schulabgängern überaus interessante Berufsalternativen, von Logistik über Büro/EDV bis hin zu Verkauf und hochspezialisierter Beratung. Das werden wir jungen Leuten in Zukunft noch besser kommunizieren."

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
http://www.bdb-bfh.de/bdb
Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V.
Am Weidendamm 1 A 10117 Berlin

Pressekontakt
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Neufeldstraße 6 76456 Kuppenheim

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