Lungenkrebs-Diagnosen in den USA sinken
17.03.2014 / ID: 160665
Medizin, Gesundheit & Wellness
sup.- Die Zahl der Lungenkrebs-Diagnosen ist in den USA seit Jahren rückläufig. Gesundheitsexperten werten dies als Erfolg von erhöhten Tabaksteuern und Aufklärungsprogrammen zum Rauchstopp. Denn etwa 80 bis 90 Prozent der Lungenkrebs-Erkrankungen sind aufs Rauchen oder Passivrauchen zurückzuführen. Lungenkrebs-Fälle sanken in den Jahren 2005 bis 2009 von jährlich 87 auf 78 pro 100.000 Männer und von 57 auf 54 je 100.000 Frauen. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der Raucher ab. Wurden 2002 noch insgesamt 145 Mrd. Zigaretten geraucht, waren es 2012 nur noch 82 Mrd.
Lungenkrebs ist eine sehr schwer behandelbare Tumorerkrankung. Ein operativer Eingriff ist meist zum Zeitpunkt der Diagnose nicht mehr möglich. Chancen, den Tumor zumindest zu kontrollieren, bietet aber eine neue Form der Präzisionsbestrahlung mit hochenergetisch beschleunigten Protonen, die mittlerweile auch in Deutschland an mehreren Partikeltherapiezentren angeboten und von zunehmend mehr gesetzlichen wie privaten Krankenkassen bezahlt wird. "Protonen geben im Gegensatz zur traditionellen Bestrahlung mit Röntgen ihre höchste Energie erst unmittelbar im Zielvolumen ab. Das Gewebe davor wird kaum belastet, der gegenseitige gesunde Lungenflügel wird völlig ausgespart", erläutert Prof. Barbara Bachtiary, Leiterin des Expertenteams am Rinecker Proton Therapy Center (www.rptc.de) in München die weitaus vorteilhafteren physikalischen Eigenschaften der innovativen Strahlenbehandlung mit Partikeln. Der Tumor wird dabei in Rasterpunkte eingeteilt, die im Scanning-Verfahren millimetergenau mit der Strahlungskanone beschossen werden. Die Strahlensitzungen werden bei Lungenkrebs in Vollnarkose durchgeführt, um Bewegungen durch die eigene Atmung und damit mögliche Ungenauigkeiten auszuschalten.
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