Wie sieht die Zukunft der KI in der Orthopädie und Unfallchirurgie aus?
10.12.2025 / ID: 436642
Medizin, Gesundheit & Wellness
Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, auch unter den Ärzten. Doch, ob intelligente Chatbots am Praxistelefon, Arztbriefe schreiben oder OP-Verlauf in Echtzeit diktieren - was wir unter "KI" verstehen, ist längst schon wieder "Schnee von gestern". So sieht es jedenfalls Dr. Felix C. Öttl, Assistenzarzt Orthopädie/Unfallchirurgie am Balgrist University Hospital Zürich. Als Referent auf dem 36. Jahreskongress des BVASK im Düsseldorfer Medienhafen gibt er einen fundierten Einblick in die KI der Zukunft in O&U."Wir brauchen die KI vor allem aus drei Gründen", sagt Öttl. "Zum einen wird die Bevölkerung immer älter. Zweitens steigt durch Überlastung die Zahl der an Burnout leidenden Ärzten stark an. Und drittens ist ein Arzt heute nicht mehr nur für die OP zuständig, sondern verantwortet auch Komplikationen und den weiteren Heilungsprozess."
Öttl gibt einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung der KI. "Laut Jensen Huang sind wir bereits am Punkt der "Agentic Artificial Intelligence" angekommen. Dies sind Systeme, die Kontext verstehen, Antwortmails im Kontext automatisiert verfassen, Termine vergeben und bei Diagnosen assistieren", sagt der Experte.
Für die Zukunft sieht Öttl viel, was auf uns einstürmen wird. Googles "AMIE" zum Beispiel ist ein vielversprechendes Support-System, das Ärzte bei komplexen Fällen unterstützt - weniger ein Ersatz als vielmehr ein intelligentes Werkzeug zur Entscheidungsfindung. Die Technologie könnte Ärzte bei der Triage und Spezialistenvermittlung unterstützen, befindet sich aber noch in der Forschungsphase und erfordert umfangreiche Tests in echten klinischen Umgebungen.
AI Agents, die zusammen komplizierte Fälle lösen
Microsofts "MAI-DxO" (Microsoft AI Diagnostic Orchestrator) stellt einen grundlegend anderen Ansatz für die KI-gestützte Diagnose dar, der weniger als Ersatz, sondern vielmehr als Orchestrierungssystem fungiert, das mehrere Analyseprozesse koordiniert. Anstelle einer einzigen "Tumorboard"-Analogie stellt MAI-DxO eher ein System dar, das verschiedene diagnostische Denkansätze integriert, Hypothesen durch interaktive Fragestellungen kontinuierlich verfeinert und die Anordnung von Tests durch Abwägen von Diagnoseerträgen und Kosten optimiert.
An dritter Stelle seien noch intelligente Roboter genannt, sie werden eines Tages im OP die Haken halten, Wunden zunähen und auch sonst einige Aufgaben der Assistenten im Operationssaal übernehmen.
Selbstverständlich müssen bei der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz immer die Sicherheit der Patienten und ethische Gesichtspunkte eine zentrale Rolle spielen.
Auch die Dokumentation durch den Arzt könnte schon bald der Vergangenheit angehören, die Entwicklungen halten schrittweise automatisch Einzug in Praxen und Kliniken. Wer vorn mit dabei sein will, muss sich etwas intensiver mit dem Thema beschäftigen. Alle anderen werden später von allein "mitgenommen". Denn bis es so weit ist, dass neue Anwendungen im klinischen und im Praxis-Alltag Einzug halten, kennt und versteht sie (fast) jeder. Schließlich sind sie immer leichter und intuitiver zu bedienen.
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