Computer und Internet können zu abhängigen Verhaltensweisen führen
07.08.2012 / ID: 72889
Medizin, Gesundheit & Wellness
Stuttgart, 7. August - In den Ferien bleibt Schülern reichlich Zeit, um intensiv am Computer oder im Internet zu spielen und sich über Soziale Netzwerke auszutauschen. Gegen einen erhöhten Medienkonsum in der Ferienzeit spricht aus Sicht der Caritas-Suchtexperten auch nichts. Allerdings können Computer, Spielkonsolen und Internet auch zu abhängigen Verhaltensweisen führen. Eltern sollten aufhorchen, wenn das Kind sich zurückzieht und geliebte Dinge - wie Musikhören, Sport oder das Haustier - unwichtig werden, wenn der Jugendliche nichts mehr mit Freunden unternehmen möchte, Einladungen zu Partys ausschlägt, unregelmäßig isst und sich Gereiztheit oder auch Schlafmangel breit machen.
Allerdings könne nicht unbedingt an der Stundenzahl am Computer oder im Netz festgemacht werden, ob sich die PC- und Internetnutzung bereits in einer kritischen Phase oder auf dem Weg zur Spielsucht befänden. "Wir empfehlen, das Gespräch mit den Jugendlichen zu suchen und gemeinsam mit ihnen Regeln auszuhandeln, wie lange und wann sie spielen oder online sein dürfen", so Renate Bock, Referentin der Caritas Rottenburg-Stuttgart. Dabei mache es nicht immer Sinn, eine tägliche Höchstspielzeit festzusetzen, da die Kinder und Jugendlichen bei Onlinespielen diese zu Ende bringen wollten. Wöchentliche Spielzeiten wären oft eine sinnvollere Vereinbarung. Unterstützend dazu könne eine Software installiert werden, die den Spielumfang regelt.
Die Suchtexperten der Caritas raten, dass sich Eltern auch Spiele erklären lassen. Falls sie den Umfang der Computer- und Internetnutzung für problematisch hielten, sollten sie dies gegenüber ihren Kindern offen äußern. "Das Netz und der PC als solche machen aber nicht süchtig", so Renate Bock. Eine problematische Nutzung sei auch noch lange keine Suchterkrankung. Steige der Konsum allerdings exzessiv, machten sich Entzugserscheinungen breit oder seien Nervosität, Schlafmangel, Rückzug von Freunden und der Familie oder Selbstwertprobleme zu beobachten, empfehlen die Caritas-Suchtexperten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Aufsuchen einer Sucht- oder Erziehungsberatungsstelle. Hier könnten Wege gefunden werden, die Spiel- und Onlinezeiten einzuschränken. Eltern würden darin unterstützt, innerhalb der Vereinbarungen konsequent zu bleiben. Bereits der Standort des PCs oder der Spielkonsole - ob im Kinder- oder Arbeitszimmer der Eltern - könne das Nutzerverhalten regulieren.
Weitere Beratung bieten die Sucht- und Erziehungsberatungsstellen der Caritas in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vor Ort.
Online-Beratung bietet die Caritas unter http://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/onlineberatung. Weitere Informationen finden Eltern unter schau-hin.info. Kinder und Jugendliche können sich unter ins-netz-gehen.de informieren.
Internetsucht Erziehungsberatungsstelle Suchtexperten Sucht Soziale Netzwerke Sucht Internet Sucht Computer Sucht Spielsucht Caritas-Beratungsstellen
http://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Strombergstr. 11 70188 Stuttgart
Pressekontakt
http://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Strombergstr. 11 70188 Stuttgart
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Eva-Maria Bolay
09.10.2020 | Eva-Maria Bolay
Welthospiztag: Ehrenamtliche bringen ein Stück weit Normalität und Alltag in die Hospize
Welthospiztag: Ehrenamtliche bringen ein Stück weit Normalität und Alltag in die Hospize
01.10.2020 | Eva-Maria Bolay
Am Wohnort in lebenswerten Umfeld alt werden: dauerhaftes Quartiersmanagement gefragt
Am Wohnort in lebenswerten Umfeld alt werden: dauerhaftes Quartiersmanagement gefragt
18.09.2020 | Eva-Maria Bolay
Wir dürfen diese Menschen nicht der Hoffnungslosigkeit überlassen
Wir dürfen diese Menschen nicht der Hoffnungslosigkeit überlassen
14.09.2020 | Eva-Maria Bolay
"Vielfalt ist das Wesensmerkmal einer Demokratie"
"Vielfalt ist das Wesensmerkmal einer Demokratie"
09.09.2020 | Eva-Maria Bolay
Fernsehlotterie unterstützt Caritas-Projekte in Württemberg
Fernsehlotterie unterstützt Caritas-Projekte in Württemberg
Weitere Artikel in dieser Kategorie
08.09.2026 | D4design Studios
Zahnimplantate auf dem Vormarsch: 13 Prozent der Schweizer Bevölkerung tragen bereits eines
Zahnimplantate auf dem Vormarsch: 13 Prozent der Schweizer Bevölkerung tragen bereits eines
08.09.2026 | Personal Training & Medical Performance
Longevity beginnt im Muskel
Longevity beginnt im Muskel
08.09.2026 | Initiative proDente e.V.
Sepsis: Wenn der Zahn zum Notfall wird
Sepsis: Wenn der Zahn zum Notfall wird
08.09.2026 | Althea Deutschland GmbH
Exklusiver Stand von Althea Deutschland auf der „Viszeralmedizin 2026“ in Hamburg
Exklusiver Stand von Althea Deutschland auf der „Viszeralmedizin 2026“ in Hamburg
08.09.2026 | SHD Seniorenhilfe Dortmund GmbH
24-Stunden-Pflege oder 24-Stunden-Betreuung: Warum die Begriffsklärung für Familien wichtig ist
24-Stunden-Pflege oder 24-Stunden-Betreuung: Warum die Begriffsklärung für Familien wichtig ist

