Akteure der katholischen Altenhilfe gründen Netzwerk "Alter und Pflege"
15.04.2015 / ID: 192735
Politik, Recht & Gesellschaft
Stuttgart, 15. April - Ein großer Teil der katholischen Träger ambulanter und stationärer Dienste in Württemberg haben sich zum "Netzwerk Alter und Pflege im Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V." zusammengeschlossen. Damit haben sie aus der Not eine Tugend gemacht: Der demografische Wandel stellt die Altenhilfe vor vielfältige Herausforderungen. Es gibt immer mehr pflegebedürftige Menschen, andererseits wächst der Bedarf an geeignetem Personal. Auch die Möglichkeiten, Angehörige im familiären Kreis zu pflegen, sind begrenzt. Dass die bisherige Trennung zwischen stationärer und ambulanter Pflege vor diesem Hintergrund keine tragfähige Basis mehr darstellt, haben die katholischen Träger ambulanter und stationärer Dienste und Einrichtungen erkannt. Mit dem Netzwerk haben sie auf organisatorischer Ebene in der Diözese die Voraussetzung geschaffen, um sich künftig besser zu vernetzen und zu kooperieren. Gemeinsam wollen sie ihre Interessen verstärkt nach außen vertreten und ihre Überzeugung einbringen, dass gute und zukunftsfähige Lösungen nur mit den betroffenen Menschen und durch die Bündelung aller Kräfte im Sozialraum zu realisieren sind.
Vernetzt sind nun viele der katholischen Sozialstationen sowie der katholischen Heime und Einrichtungen der Altenhilfe. Mit dem Netzwerk wollen sie nicht zuletzt auch die Potenziale in den Kirchengemeinden einbinden und auch mit anderen möglichen Partnern zusammenarbeiten. "Wir haben erkannt, dass nicht nur neue Angebote kreiert werden müssen, um ältere Menschen in der Stadt und auch auf dem Land optimal zu versorgen", erklärte Caritasdirektor Dr. Rainer Brockhoff. "Wir brauchen auf örtlicher und regionaler Ebene mehr Koordination zwischen den Anbietern von Angeboten." Engagementbereite Menschen müssten besser einbezogen werden, um den vielfältigen und verschiedenen Wünschen der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen zu begegnen. Nur durch die Vernetzung unterschiedlichster Akteure "dort, wo die Menschen leben", könnten passgenaue, am Bedarf der Betroffenen orientierten und nicht zuletzt auch bezahlbare Formen der Betreuung und Begleitung entwickelt werden.
Verschiedene Runde Tische auf diözesaner und regionaler Ebene werden die Grundlage des neuen Netzwerkes bilden. Sie haben das Ziel, regionale Vernetzungsstrukturen auf- und auszubauen. Die Netzwerkmitglieder wollen an den Runden Tischen gemeinsame Positionierungen mit Blick auf Politik, Kirche und Gesellschaft erarbeiten. Aktionen auf regionaler, Diözesan- und Landesebene werden hier organisiert und koordiniert.
Vor der Gründung des Netzwerkes wurden die bisherigen beiden Arbeitsgemeinschaften "Katholische Sozialstationen" und "Katholische Heime und Einrichtungen der Altenhilfe" aufgelöst. Sie bildeten bis dato den Zusammenschluss der katholischen Altenhilfe ab. Ihre Vorstände und Vorsitzenden haben die Grundlagen des neuen Netzwerkes Alter und Pflege mit erarbeitet.
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Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
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