Aktuelle Diskussion zeigt: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk nicht mehr zeitgemäß
16.01.2013 / ID: 96921
Politik, Recht & Gesellschaft
Mehr als acht Milliarden Euro Gebühren verlangt der öffentlich-rechtliche Rundfunk jedes Jahr. Obwohl alle Beschäftigten bereits "privat" die Rundfunkgebühr zahlen, werden die Unternehmen für jede Betriebstätte und jedes gewerblich zugelassene Fahrzeug ebenfalls zur Kasse gebeten. Damit steigt die Belastung erheblich an.
Alleine die Sicherheitswirtschaft rechnet für alle Unternehmen mit einem Anstieg der Kosten auf das Zweieinhalbfache. In den Betriebsstätten der Branche sind in der Regel gar keine Rundfunkgeräte vorhanden. Deren Nutzung ist den Mitarbeitern sogar ausdrücklich untersagt.
"Die Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist in Anbetracht unserer vielfältigen Medienlandschaft nicht mehr zeitgemäß. Sie entspricht auch schon lange nicht mehr dem Auftrag des Grundgesetzes, eine unabhängige Grundversorgung zu gewährleisten. Darum müssen wir die aktuelle Diskussion nutzen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundlegend zu reformieren", fordert BDWi-Präsident Michael H. Heinz.
"Die Baustellen sind für jedermann ersichtlich. Zwei nationale Fernsehprogramme, die zuweilen zeitgleich mit enormem Aufwand vom selben Ereignis berichten und in Konkurrenz zu Privaten die Preise für Senderechte in die Höhe treiben. Hinzu kommen Dutzende von regionalen und Spartenprogrammen und Hörfunksendern mit sehr ähnlichen Programmen. Die personellen Apparate sind unverhältnismäßig aufgebläht, die Qualität und Art der Sendungen gleicht dabei den Angeboten privater Sender, die freilich ohne Gebühren auskommen müssen", macht Heinz deutlich.
"Viel zu lange schon blockiert die Politik eine sinnvolle Lösung. Damit muss endlich Schluss sein. Eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist in unserem föderalen System sicher schwierig, aber unumgänglich. Bürger und Unternehmen lassen sich dieses Zwangssystem mit stetig steigenden Belastungen nicht auf Dauer bieten", erklärt Heinz.
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