Report deckt Skandal im öffentlichen Wald auf
28.02.2012 / ID: 49620
Umwelt & Energie
Seit 2005 bewirtschaften die BaySF im Auftrag der bayerischen Landesregierung die öffentlichen Wälder. Nach Ansicht von Greenpeace ist ihr Vorstandsvorsitzender, Rudolf Freidhager, dafür verantwortlich, dass wertvolle Laubholzbestände gefällt und stattdessen nichtheimische Baumarten gepflanzt werden. Letztere wachsen viel schneller und bringen deshalb wesentlich mehr Gewinn. Laut Gesche Jürgens, Waldexpertin von Greenpeace, zeige der Report, dass die aggressive Forstwirtschaft des BaySF-Vorstands aus Profitgier wertvolle Wälder vernichte.
Die Umweltorganisation erfasst seit Anfang Februar die Standorte alter Buchen- und Eichenwälder im Spessart. Da Bayern dem Bund keine Auskunft über seine öffentlichen Wälder gibt, lässt sich nicht erkennen, welche Gebiete unter Schutz stehen und wo eingeschlagen wird. Die Umweltschützer erstellen daher Karten, in denen besonders schützenswerte Gebiete und Einschläge verzeichnet werden.
Die Eingriffe haben eine schwere Störung des ökologischen Gleichgewichts zur Folge: Nur noch knapp drei Prozent der deutschen Wälder bestehen aus alten, wertvollen Laubwäldern. Mit dem Report zeigt Greenpeace, dass das traditionsreiche Bundesland die bundesweiten Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt nicht umsetzt. Dementsprechend ist Jürgens der Ansicht, dass für den BaySF-Vorstand Klima- und Artenschutz ebenso wie die Bedeutung der öffentlichen Wälder für das Gemeinwohl nur nachrangig sei.
Dem Spessart kommt durch seinen hohen Anteil alter Laubwälder eine große ökologische Bedeutung zu. Die Region wurde von Greenpeace in das im letzten Jahr erschienene Gutachten "Rotbuchenwälder im Verbund schützen" aufgenommen und damit als einer der wertvollsten Buchenwälder hervorgehoben. Unterstrichen wird seine Bedeutung durch die Ausweisung als Teil des Natura 2000-Schutzgebietes. Eine solche kommt nur besonders wertvollen Gebieten zu und dient dem Erhalt gefährdeter Lebensräume und Arten in der Europäischen Union.
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