Ohoven: Europa braucht mittelstandsfreundliche Energiepolitik
03.02.2011 / ID: 2343
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
(ddp direct) Berlin / Brüssel Zum morgigen Energiegipfel der EU-Staatschefs erklärt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und des europäischen Mittelstandsdachverbandes CEA-PME:
Dem Mittelstand in Europa drohen dauerhaft hohe Energiepreise, wenn Konzerne wie bisher die Energieversorgung dominieren. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder sollten auf intelligentere Konzepte setzen. Effizienz, Versorgungssicherheit und Wettbewerb lassen sich mit dezentralen Technologien besser und günstiger erreichen. Dazu müssen die Potenziale der dezentralen inländischen Stromerzeugung voll ausgeschöpft werden.
Dezentralität steht für eine verbrauchernahe und mittelständische Energiegewinnung. Eine zentrale Versorgung würde dagegen die heutigen Monopole festschreiben und über hohe Netzentgelte die produzierende Wirtschaft auf Dauer belasten. Deshalb muss ein Energiemix die richtige Balance zwischen Zentralität und Dezentralität wahren. Dies ist bei dem Konzept von EU-Kommissar Oettinger noch nicht gegeben. Überdies ist die Finanzierung der Netze offen. Konzerninteressen dürfen nicht die zukünftige Energiepolitik Europas bestimmen.
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