IfKom zur Regierungsbildung: Digitalisierung und Nachhaltigkeit gehören zusammen
04.10.2021 / ID: 370676
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Der Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) appelliert an die zukünftigen Koalitionspartner, die Digitalisierung voranzutreiben und dabei gleichzeitig den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz zu stärken.
Die Digitalisierung muss nach Auffassung der IfKom stärker als bisher vorangetrieben werden. Die Notwendigkeit einer leistungsfähigen und sicheren Breitband-Infrastruktur für das Festnetz und für den Mobilfunk muss sich in dem neuen Koalitionsvertrag wesentlich deutlicher und konkreter widerspiegeln als im Wahlkampf. Am Gigabit-Ziel 2025 sollte schon deshalb festgehalten werden, um die Anstrengungen, dieses Ziel auch zu erreichen, nicht abflachen zu lassen. Die erforderlichen Maßnahmen, wie schnellere Genehmigungsprozesse, Förderkonzepte und regulatorische Rahmenbedingungen, müssen konkret formuliert und tatkräftig umgesetzt werden.
Die technische und personelle Ausstattung der Schulen und Hochschulen für die digitale Bildung muss auch gegen strukturelle Hindernisse verstärkt werden. Die bisherigen Ansätze waren nur mäßig erfolgreich. Rund 852 Millionen Euro sind bis Mitte 2021 aus dem "DigitalPakt Schule" abgeflossen. Für bereits beantragte Projekte liegt die Mittelbindung bei rund 1,4 Milliarden Euro. Das ist angesichts der bereitgestellten 6,5 Milliarden Euro deutlich zu wenig. Der neu zusammengesetzte Bundestag sollte zusammen mit den Ländern Hemmnisse analysieren und sich nicht davor scheuen, das Grundgesetz nochmals anzupassen, um die Schulen und Hochschulen besser unterstützen zu können.
Digitalisierung verbraucht eigene Ressourcen. Nach Prognosen von Vertretern großer Rechenzentren in Deutschland wird der Stromverbrauch weiterhin steigen. Umso wichtiger ist es, die Aspekte Digitalisierung und Klimaschutz gemeinsam zu betrachten. Der Anteil regenerativer Energie sollte deutlich erhöht werden. Allerdings ist es aus Gründen der Nachhaltigkeit nach Meinung der IfKom wichtig, den gesamten Lebenszyklus der genutzten technischen Mittel zu berücksichtigen. Die Entsorgung von Photovoltaik-Modulen oder die Produktion von Batterien lassen noch Fragen des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung offen. Die neue Bundesregierung sollte aus Sicht der IfKom in diesem Bereich deutliche Forschungsschwerpunkte setzen und nicht nur auf "die eine Lösung" setzen.
Nach einer aktuell veröffentlichten Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) erreichten die wirtschaftlichen Schäden, die durch jede im Jahr 2020 emittierte Tonne CO2 verursacht wurden, eine Höhe von 76 bis 148 Euro. Für die deutsche Gesellschaft sind dies zwischen 455 und 671 Milliarden Euro im Jahr, was rund 13 bis 19 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht.
Angesichts dieser Zahlen schließen sich die IfKom der Aussage von Prof. Dr. Mojib Latif, Leiter der Forschungseinheit: Maritime Meteorologie am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, an "Die Zeit der Worte, die ist endgültig vorbei. Und: Die Politik muss jetzt endlich handeln" und fordern von einer zukünftigen Bundesregierung, den Einsatz intelligenter digitaler Lösungen zur Steigerung der umweltverträglichen und wirtschaftlich tragbaren Nachhaltigkeit, für einen wirksamen Ressourcenschutz und für eine nachhaltige Emissionsreduktion zu unterstützen und zu fördern. Es geht nach Meinung der IfKom nicht um ein "Entweder-oder". Technische, ökonomische und ökologische sowie soziale Aspekte sind immer gemeinsam zu berücksichtigen, um auf diese Weise einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz zu leisten, die wirtschaftliche Prosperität zu stärken und den Wohlstand der Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Der Koalitionsvertrag sollte hierfür deutliche Schwerpunkte setzen.
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IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
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