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03.02.2020 | Freizeit, Buntes & Vermischtes | geschrieben von Nadine Anschütz¹ | Pressemitteilung löschen

Clever Tanken: Benzinpreise im Januar auf Fünfmonatshoch

(Mynewsdesk) Clever Tanken: Benzinpreise im Januar auf Fünfmonatshoch

* Benzin im Bundesschnitt zuletzt teurer im August, Diesel im Mai 2019
* Super E10 am günstigsten in Bonn, Mannheim und Stuttgart
* Super E10 am teuersten in Hannover, Nürnberg und Frankfurt am Main
* Diesel am günstigsten in Bonn, Leipzig und Berlin
* Diesel am teuersten in Frankfurt am Main, Nürnberg und München



Nürnberg, 3. Februar 2020. Spannungen am Persischen Golf, Coronavirus in China, frühlingshafte Temperaturen in Deutschland: Die weltweiten Krisen und das milde Klima warfen ihre Schatten im Januar direkt auf die Ölmärkte – und damit auch auf die deutschen Zapfsäulen. Wie die monatliche Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes clever-tanken.de (http://www.clever-tanken.de/) zeigt, zahlten Autofahrer im bundesweiten Schnitt 1,3979 Euro für den Liter Super E10. Zuletzt mehr gekostet hatte der Kraftstoff im August 2019 mit durchschnittlich 1,4049 Euro. Pro Liter Diesel wurden im Januar 1,2935 Euro aufgerufen. Höher war der Preis mit 1,2947 Euro zuletzt im Mai 2019, dem teuersten Dieseltankmonat des vergangenen Jahres.

Gegenüber dem Vormonat Dezember (1,3813 Euro) verteuerte sich Super E10 im Januar um durchschnittlich rund 2 Cent, gegenüber dem Vorjahresmonat (1,3232 Euro) sogar um rund 8 Cent pro Liter. Der Dieselpreis kletterte im Januar um rund 3 Cent gegenüber dem Vormonat (1,2656 Euro) und um rund 6 Cent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer im Januar im Bundesschnitt 335,50 Euro. Das waren insgesamt rund 3,98 Euro mehr als im Dezember. Für die gleiche Menge Diesel wurden im Januar 310,44 Euro aufgerufen und damit etwa 6,70 Euro mehr als im Vormonat.

Teuerster Tanktag für Super E10 war der 1. Tag des neuen Jahres mit 1,4310 Euro pro Liter, der für Diesel am Sonntag, den 5. Januar mit 1,3300 Euro. Am preiswertesten war Super E10 hingegen am Freitag, den 31. Januar mit 1,3720 Euro. Für Dieselkraftstoff wurde der geringste Preis am Mittwoch, den 29. Januar sowie am Freitag, den 31. Januar mit durchschnittlich 1,2500 Euro pro Liter aufgerufen.

Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken: „Die monatlichen Durchschnittspreise für Super E10 und Diesel sind im Januar auf neue Höchststände geklettert, da beide Kraftstoffsorten vergleichsweise hoch ins neue Jahr gestartet sind. Ab der zweiten Monatshälfte entspannte sich das Preisniveau allerdings. Besonders deutlich zeigte sich das bei den Dieselpreisen, die ab der dritten Jahreswoche kontinuierlich gefallen sind.“ Als einen wichtigen Grund dafür sieht Steffen Bock die milden Temperaturen, die die Heizölnachfrage dämpfen und Diesel damit verbilligen.

Benzin-Dieselschere schließt sich erneut

Der fallende Dieselpreis hat die Spanne zwischen Super E10 und Diesel im Januar wiederholt verkleinert. Gegenüber Dezember (0,1157 Euro pro Liter) schrumpfte sie im Januar um durchschnittlich rund 1 Cent auf 0,1044 Euro. Niedriger war dieser Wert zuletzt im März 2019 mit 0,0917 Euro.

Städteranking: Bonn vs. Hannover

Aus dem Clever-Tanken-Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte ging im Januar Bonn als günstigste Super E10-Tankstadt hervor. 1,3758 Euro kostete der Liter hier im Schnitt. Mannheim (1,3805 Euro) und Stuttgart (1,3822 Euro) belegten die Plätze zwei und drei. Autofahrer in Hannover (1,4179 Euro), Nürnberg (1,4093 Euro) und Frankfurt am Main (1,4064 Euro) mussten hingegen am meisten für den Liter Super E10 zahlen. Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten im Januar in Hannover rund 340,30 Euro und damit 10,10 Euro mehr als im günstigen Bonn.

Beim Sprint um die Plätze der günstigsten Diesel-Städte zeigte sich im Januar wenig Bewegung gegenüber dem Vormonat. Bonn (1,2636 Euro) wechselte von Platz drei auf die Poleposition und verwies damit Leipzig (1,2646 Euro) vom ersten auf den zweiten Platz. Von dort rutschte Berlin (1,2679 Euro) auf Platz drei. Am tiefsten ins Portemonnaie greifen mussten hingegen wiederholt die Dieselfahrer in Frankfurt am Main. 1,3076 Euro kostete der Liter hier im Schnitt. Die Plätze zwei und drei der teuersten Dieselstädte belegten im Januar Nürnberg (1,3061 Euro) und München (1,2987 Euro).

Angst vor Wirtschaftseinbruch in China drückt die Preise

Die kräftigen Auf- und Abwärtssprünge der Kraftstoffpreise im Januar spiegeln nach den Worten Bocks die Entwicklungen an den Rohölmärkten wider. Diese hatten zu Jahresbeginn auf den zugespitzten Konflikt am Persischen Golf und die damit verbundene Furcht vor Lieferausfällen mit sprunghaften Preiszuwächsen reagiert. So kostete ein Barrel der für deutsche Verbraucher wichtigen Nordseesorte Brent Anfang des Jahres zeitweilig rund 69 US-Dollar. Eine ähnlich hohe Preisspitze gab es zuletzt im September 2019. Ende Januar drückte jedoch die steigende Sorge um die rasante Ausbreitung des Coronavirus mit möglichen negativen Folgen für die Wirtschaft in China und der damit verbundenen schwächeren Nachfrage nach Rohöl auf die Börsennotierungen. Innerhalb von zwei Wochen sank der Preis pro Barrel Brent bis zum Monatsende auf unter 58 US-Dollar. Ähnlich tief waren die Notierungen zuletzt im Oktober 2019.

Annäherung der Preise für E10 und E5

Was Autofahrern im Januar hierzulande neben dem Auf und Ab der Kraftstoffpreise zudem deutlich auffiel: Die Preise für den Biosprit Super E10 waren an den meisten Tankstellen nahezu identisch mit denen für konventionelles Superbenzin (E5) – mancherorts sogar teurer. Steffen Bock: „Super E10 war bisher mit etwa 2 Cent stets günstiger als E5 mit seiner höchstens fünfprozentigen Beimischung von Bioethanol. Seit Jahresbeginn sind die Preise beider Kraftstoffsorten jedoch nahezu identisch. Das liegt daran, dass Unternehmen, die gewerbsmäßig Kraftstoff vertreiben, seit dem 1. Januar per Gesetz eine höhere Biokraftstoffquote erfüllen müssen. Damit steigen Nachfrage und Preise von Bioethanol – und das wird an die Autofahrer weitergegeben."

Steffen Bock empfiehlt Autofahrern, grundsätzlich die Preise entlang ihrer geplanten Fahrtrouten via App, Navigationsgerät oder dem Internet zu vergleichen – egal, welche Sorte sie tanken. Denn so können sie in jedem Fall sparen und zugleich den Wettbewerb unter den Anbietern ankurbeln. Beachten sollten sie dabei die vielfachen, teils enormen Sprünge im Tagesverlauf und zwischen den Anbietern. Günstige Tankzeiten bieten sich oft im Zeitraum zwischen 8 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr und ab 18 Uhr am Abend.


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¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
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