Pressemitteilung von Claudia Wohlhüter

Von Regenbogen-Kleidern, Freiersfüßen und leeren Koffern


Bildung, Karriere & Schulungen

"Was machst Du eigentlich Silvester?" - gemeinsam Kochen, Party, Fernsehschauen, Spieleabend, Bleigießen sind wohl die gängigsten Antworten. Wenn man allerdings Menschen aus aller Welt fragt, bekommt man ganz andere, ungewöhnliche Geschichten zu hören. Oder sind Sie schon einmal am Neujahrstag mit einem leeren Koffer durch die Gegend gelaufen, wie das ein Brauch in Kolumbien ist? An anderen Orten dieser Welt feiert man sogar an zwei verschiedenen Terminen den Beginn des Jahres. Warum das so ist und wie in ihrem Land Silvester gefeiert wird - das haben wir Schüler aus verschiedenen Kulturkreisen, die derzeit an einer inlingua Sprachschule Deutsch lernen, gefragt.

Valerii aus Russland gehört zu jenen Menschen auf der Welt, die Neujahr zweimal feiern, einmal am 31. Dezember und dann das Orthodoxe Neue Jahr zwei Wochen später. In Russland gilt zwar wie in Deutschland der Gregorianische Kalender, der seit dem 16. Jahrhundert allmählich in der ganzen Welt eingeführt wurde - die orthodoxe Kirche aber begeht ihre Feste auch heute noch nach dem Julianischen Kalender. Nach dieser Berechnung fällt Weihnachten auf den 7. und Neujahr auf den 13. Januar. Das erste Fest zum Jahreswechsel am 31. Dezember und 1. Januar ist deshalb in Russland sehr weihnachtlich geprägt. "Überall in den Straßen und Wohnzimmern werden Tannenbäume aufgestellt und es gibt Geschenke. Es wird richtig groß gefeiert", erzählt Valerii. "Die Leute gehen ins Café, Restaurant oder in den Vergnügungspark. Oft gibt es auch Kostümfeste und alle verkleiden sich. Um Mitternacht, mit dem letzten Schlag der Uhr, wird mit Champagner angestoßen. Es ist eine sehr lustige und romantische Nacht." Wer sich gut amüsiert, der kann hoffen, dass das auch das ganze Jahr über anhält. Und wer auf Freiersfüßen unterwegs ist und in dieser Nacht jemanden kennenlernt, der wird bald verheiratet sein, sagt der Volksmund.

Auch in Serbien, wo mehrheitlich orthodoxe Christen leben, wird zweimal gefeiert. Bis sich die Feiernden "Sre?na Nova godina" wünschen, wird, wie in den meisten Kulturen üblich, richtig viel gegessen. "Bei uns gibt es nach Vorspeisen traditionelle Gerichte wie Krautwickel, Sauerkraut mit Schinken und Fleisch, Maismehlbrot und Grillfleisch. Und zum Nachtisch auch noch Torten und kleines Gebäck", sagt Boris.

In Kenia beginnt das neue Jahr wie in Deutschland am 1. Januar und es wird einige Tage ein richtig großes Familienfest gefeiert. "Wer in einer großen Stadt wohnt und arbeitet, nimmt sich meist 1-2 Wochen frei, um zur Familie ins Dorf zu fahren. Es werden Geschenke ausgetauscht, die Hotels und Pubs sind voll", sagt Teresah, die derzeit an einem Integrationskurs bei der Sprachschule inlingua Stuttgart teilnimmt. Die meisten Bewohner in Kenia sind praktizierende Christen. Am 31. Dezember gehen viele an Mitternacht in die Kirche, wo sie gesegnet werden. Anschließend wird das Neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßt und es werden gute Wünsche ausgetauscht. "Morgens besuchen einige wieder die Kirche und danken dafür, dass sie das Neue Jahr sehen durften." Die Daheimgebliebenen kochen derweil, danach wird gegessen, gefeiert und getrunken.

Auch in Ghana wird zum Jahreswechsel in der Kirche gebetet und gesungen. "Außerdem wird an Neujahr viel gekocht und es werden Freude eingeladen", erzählt inlingua Sprachschülerin Gertrude. "Die Christen geben den Nachbarn - vor allem den Andersgläubigen - von ihrem Festessen ab. Es gibt oft Reis sowie Ziegen- und Hühnereintopf und es werden auch Plätzchen gebacken."

In Südkorea wird neben dem Jahresbeginn nach dem gregorianischen Sonnen-Kalender drei Tage im Januar oder Februar das Mond-Neujahrsfest Soelnal gefeiert. 2012 beginnt das koreanische Mondjahr am 22. Januar. Während man Weihnachten in Südkorea im Kreis der Freunde feiert, ist Soelnal das größte Familienfest im Jahreslauf. "Traditionell essen wir an diesem Festtag Ttok-kuk, das ist eine Reiskuchensuppe", erzählt Dawoon. "Früh am Morgen des 22. Januar finden die koreanischen Ahnengedenkfeiern statt. Die Kinder tragen regenbogenfarbige Kleidung, die sogenannte Han-Bok. Sie verbeugen sich vor ihren Eltern und Verwandten und es werden Glückwünsche ausgetauscht."

Hierzulande bekannter sind die Neujahresbräuche in Spanien, von denen Sprachschüler Joan zu berichten weiß. "Nach dem gemeinsamen Essen werden um Mitternacht zwölf Trauben, eine pro Glockenschlag verspeist. Das soll genauso Glück bringen wie das Tragen roter Unterwäsche. Danach gehen viele in die Disco, wo dann bis acht Uhr gefeiert wird. Und am ersten Tag des Jahres hat man dann einen Kater".

In Kolumbien tanzen ebenfalls viele Menschen die Nacht bis zum Morgen des ersten Januar durch. "Wir verbrennen eine Puppe, die Symbol für alle schlechten Ereignisse des Vorjahres ist", erzählt Elisabeth. "Zudem ist es Brauch, mit einem leeren Koffer durch die Stadt zu spazieren. Kolumbien ist ein sehr armes Land und viele träumen davon ins Ausland zu gehen." Es wird viel gegessen - traditionelles Gericht ist die Hühnersuppe Ajiaco - und getrunken.

Ansonsten feiern auch Kolumbianer die Tage um den Jahreswechsel mit ihren Liebsten. Neben all den unterschiedlichen Bräuchen und Traditionen, welche die jeweilige Kultur einzigartig macht, verbindet die Menschen weltweit der Wunsch nach einem friedlichen, glücklichen und gesunden Jahr 2012.
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