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Weihnachten steht vor der Tür. Rechtzeitig ruft die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) dazu auf, sich aktiv gegen die anhaltende Überfischung der Meere einzusetzen. Mit seiner Informationsbroschüre "Warum Überfischung uns alle angeht" klärt das Mitglied der internationalen OCEAN2012-Kampagne über bedrohte Fischarten auf. Gleichzeitig wird an Politiker und Verbraucher appelliert, nachhaltige Fischerei endlich in die Praxis umzusetzen.

Die Mehrzahl der europäischen Fischbestände ist überfischt. Zwar könnte die Politik durch festgelegte Fanggrenzen dazu beitragen, die Meere vor übermäßiger Ausbeutung zu schützen. Die Fischereiminister der EU haben jedoch über viele Jahre hinweg die zulässigen Fangquoten weit oberhalb wissenschaftlicher Empfehlungen angesetzt. Bei 64 Prozent der europäischen Fischbestände fehlt sogar die wissenschaftliche Grundlage für ein nachhaltiges Management.

Eines der extremsten Beispiele für die Überfischung ist der Europäische Aal: Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist sein Vorkommen in den letzten sechzig Jahren um über 80 Prozent gesunken. Die Art gilt mittlerweile als stark gefährdet. Gleiches gilt für den besonders im Mittelmeerraum beliebten Tintenfisch. Für seine Einfuhr wurden allein in Spanien - dem Haupturlaubsziel der Deutschen - im Jahr 2007 fast 200 Millionen Euro ausgegeben, um die entstandenen Versorgungslücken aus eigenen Gewässern schließen zu können. Auch der gerade um die Jahreswende beliebte Wildlachs ist von der Überfischung betroffen und nur noch in geringer Anzahl vorhanden.

Vor allem die Politik steht in der Pflicht, entschieden gegen die Überfischung vorzugehen und dafür Sorge zu tragen, dass nur noch nachhaltig gefangener Fisch zum Kauf angeboten wird. Neben der Politik sind aber auch die Verbraucher gefragt. Denn sie allein entscheiden, was auf ihren Tellern landet. Achten Verbraucher beim Einkauf auf die nachhaltige Herkunft von Fischprodukten, können auch sie aktiv dazu beitragen, der Überfischung ein Ende zu setzen.
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