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25.03.2013 / ID: 108167
Politik, Recht & Gesellschaft
Berlin, 25. März 2013. Die Errichtung eines öffentlich-rechtlichen Jugendkanals von ARD und ZDF sorgt derzeit für Diskussionsstoff unter Branchenvertretern. medienpolitik.net (http://www.medienpolitik.net) begleitet die aktuelle Debatte. In soeben veröffentlichten Interviews beziehen Stefan Studt, Chef der Staatskanzlei in Schleswig-Holstein, der Sprecher des Berliner Senats Dr. Richard Meng und Claus Grewenig, Geschäftsführer VPRT, Position zur Etablierung eines ARD-ZDF-Jugendkanals.
In einem Gespräch mit medienpolitik.net hat der Chef der Staatskanzlei in Schleswig-Holstein, Stefan Studt, schwerwiegende Einwände gegen einen Jugendkanal von ARD und ZDF geäußert. Er sehe nicht, wie ein Jugendkanal finanziert werden kann, so Studt. "Ich bin mir nicht sicher, ob er auch die richtige Lösung ist. Wenn ARD und ZDF diesen Wunsch weiter verfolgen, dann müssen sie die Länder noch davon überzeugen. Es erscheint zu einfach, die Lösung in einem noch konturlosen Jugendkanal zu suchen. Stattdessen solle im Anschluss an den KIKA ein multimediales, interaktives Programmangebot für diese Zielgruppe etabliert werden.
Dagegen verteidigt der Sprecher des Berliner Senats Dr. Richard Meng das Vorhaben: "Es darf niemanden ruhig lassen, dass die Öffentlich-Rechtlichen bei denen, die unmittelbar vor oder schon mitten im Berufsleben stehen, nur noch ein Minderheitensender sind". Gerade ZDFneo zeige, dass es viel Sinn macht, mutig anzufangen und sich dann weiter zu entwickeln. Auf den ersten Schritt komme es jetzt an, nicht nur auf das schöne, teure Gesamtkonzept.
Starke Bedenken äußert auch Claus Grewenig, Geschäftsführer des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT), gegenüber medienpolitik.net, "weil dieser Ansatz wieder der Verspartungsidee folgt und zu befürchten ist, dass auch hier mehr Geld in immer kommerziellere Programminhalte fließen wird. Und das zu einer Zeit, wo ohnehin flächendeckend über die Legitimation des Gebühren- oder Beitragssystems diskutiert wird". Zudem sei es problematisch, wenn der Start, wie unlängst vom ZDF, an Forderungen wie etwa die Kommerzialisierung der Mediatheken durch Einstellung von Kaufserien und Spielfilmen gekoppelt werde.
Die Ministerpräsidenten der Länder wollen im April über die zukünftige Ausgestaltung der Fernsehprogramme von ARD und ZDF beraten. Dazu hatten sie die öffentlich-rechtlichen Anstalten um Vorschläge geben. In der Tagung der Rundfunkkommission der Länder soll es sowohl um die Zukunft der sechs Digitalkanäle als auch um einen möglichen Jugendkanal von ARD und ZDF gehen. Ein Jugendkanal müsste von den Ländern beauftragt werden.
ENDE
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