140 000 Menschen ohne Krankenversicherung - IDV Institut
22.07.2013 / ID: 127979
Politik, Recht & Gesellschaft
Glaubt man aktuellen Statistiken, so ist der wirtschaftliche Wohlstand in Deutschland zurück. Wie passt dann die gerade veröffentlichte Zahl des Gesundheitsausschusses aus Berlin dazu, wonach 140.000 Menschen keine Krankenversicherung haben ? Betroffen sind nicht nur Flüchtlinge, Wanderarbeiter oder Staatenlose, sondern auch tatsächlich deutsche Bürger, die sich als Kleinunternehmer, Mindestrentner oder Geringverdiener ihren Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung einfach nicht mehr leisten können. Die Politik zeigt sich alarmiert und will mit neuen gesetzlichen Regelungen helfen, doch wie schaut das in der Praxis aus ? Dem IDV Institut zufolge zweifeln die Deutschen, dass eine Lösung dafür gefunden werden kann.
Keine Versicherung - keine Behandlung ?
Grundsätzlich gilt, dass Mediziner verpflichtet sind, akute Erkrankungen oder Verletzungen zu behandeln. Diese Kosten werden von den Sozialämtern übernommen. Wer also mit Zahnschmerzen zum Facharzt geht, muss behandelt werden. Doch die empfohlene zweimal jährliche Vorsorgeuntersuchung muss selbst bezahlt werden oder fällt aus. In größeren Städten formieren sich Ärzte, die eine Gemeinschaftspraxis anmieten und dort zu bestimmten Zeiten nicht versicherte Personen kostenlos behandeln. Doch ist das eine Lösung auf Dauer ? Nein, sagt das Ergebnis der IDV und das sagen auch die Versicherungsgesellschaften und fordern politische Maßnahmen (http://www.investment-stratege.de) .
Krankenversicherungspflicht seit 2007
Seit Einführung der Versicherungspflicht im Jahr 2007 ist die Zahl der Nichtversicherten tatsächlich rückläufig, doch was tun mit all denjenigen, die sich die Pflichtbeiträge schlicht nicht leisten können ? Noch dazu gab es bis April diesen Jahres eine durchwegs harte Regelung, die es den Krankenkassen erlaubte, nahezu horrende Wucherzinsen auf nicht gezahlte Beiträge verlangen zu dürfen. Das bedeutete in der Realität, dass an die hunderttausend Versicherten nicht nur ihre Beiträgen nicht mehr zahlen konnten, sondern auch noch mit extrem hohen Zinsen belastet wurden. Notversichert blieben die Beitragszahler zwar in jedem Fall, denn laut Pflichtversicherungsgesetz darf die Kasse niemandem den Vertrag kündigen, doch die finanzielle Belastung für die Betroffenen ist enorm.
Minitarif für private Versicherungen
Neben der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es die private Variante. Doch auch hier kämpft man mit einer zunehmenden Zahl an säumigen Mitgliedern. Einige der Anbieter denken über einen Nichtzahlertarif nach. Im Raum steht ein Mini-Tarif von rund 100 Euro, der leistbar scheint. Doch ist das Ergebnis am Ende eine Dreiklassen-Medizin ? Klar ist, dass es nicht vertretbar sein kann, gleiche Standards für geringere Beiträge anzubieten. Und der durchschnittliche Standard moderner medizinischer Behandlungen ist mit so wenig Geld kaum finanzierbar.
Die grundsätzliche Überlegung der Versicherungspflicht war eigentlich ein guter Ansatz. Doch ist die Frage, wieweit hier zu Ende gedacht wurde. Denn Pflicht allein bedeutet nicht, dass Menschen, die unter einer prekären finanziellen Situation (http://www.lohnsteuerentlastung.de/) leiden, nun plötzlich in der Lage sind, ihre Beiträge leisten zu können, so das Privatinstitut für Deutsche Verbraucher weiter.
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IDV Privatinstitut für Deutsche Verbraucher GmbH
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