Bundestagswahl btw13: BDWi-Synopse Mindestlohn
16.08.2013 / ID: 131838
Politik, Recht & Gesellschaft
"Ein bundeseinheitlicher, allgemeiner Mindestlohn würde den ersten Arbeitsmarkt schwächen. Geringqualifizierte und Jugendliche verlieren ihre Jobs. Die Tarifparteien verlieren an Bedeutung. Besser wäre es, den strafrechtlichen Spielraum gegen sittenwidrige Löhne zu verbessern und den Aufstieg aus dem Niedriglohnsektor mit Bildung zu fördern"; erklärt BDWi-Präsident Michael H. Heinz.
Zum Thema aus der BDWi-Agenda:
Keinen allgemeinen Mindestlohn einführen
Die Vereinbarung von Löhnen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat sich in Deutschland bewährt. Die Mehrzahl der Beschäftigten ist in Branchen tätig, die an Tarifverträge gebunden sind. Das gilt nicht nur für Hochlohnbranchen. Einige dieser Tarifverträge eröffnen den Beschäftigten nur sehr geringe Verdienstmöglichkeiten. Viele Jobs im Niedriglohnsektor können nur angeboten werden, weil die damit einhergehenden Lohnkosten gering und marktgerecht sind. Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass viele Menschen nur geringe oder gar keine Qualifikationen haben. Alleine 60.000 junge Menschen verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss. Hinzu kommen Menschen mit sogenannten Vermittlungshemmnissen (gesundheitliche Probleme, Lernbehinderungen, usw.). Diese Menschen haben nur zu geringen Löhnen eine Beschäftigungschance auf dem ersten Arbeitsmarkt. Auch müssen regional unterschiedliche Löhne und Preise berücksichtigt werden. München ist nicht Magdeburg.
Ein allgemeiner Mindestlohn würde die Einstiegsschwelle in den ersten Arbeitsmarkt deutlich nach oben verschieben. Die Betroffenen würden dann nur noch auf einem zweiten Arbeitsmarkt unterkommen. Ein allgemeiner Mindestlohn schafft nur neue Probleme und verstellt den Blick auf Lösungen. Sinnvoller wäre es den Aufstieg aus dem Niedriglohnsektor hin zu besser entlohnten Jobs systematisch zu fördern.
Die Auszüge aus den Parteiprogrammen finden Sie unter folgendem Link:
Die vollständige Synopse finden Sie auf http://www.bundesverband-dienstleistungswirtschaft.de/positionen/stellungnahmen/stellungsnahmen/article/674/20.html.
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Herr Matthias Bannas
Universitätsstraße 2-3a
10117 Berlin
Deutschland
fon ..: 49302888070
web ..: http://www.bdwi-online.de
email : info@bdwi-online.de
Pressekontakt
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Herr Ralf-Michael Löttgen
Universitätsstraße 2-3a
10117 Berlin
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