Unfallgeschädigter erhält Schadensersatz nur für unfallspezifische Gesundheitsschäden - Verkehrsrecht Dresden.
21.09.2012 / ID: 79640
Politik, Recht & Gesellschaft
Rechtsgrundsatz - Verkehrsrecht Dresden
Verletzungen nach einem Unfall, die dem allgemeinen Lebensrisiko zuzurechnen sind, fallen nicht in den Schutzbereich einer Rechtsnorm. Ein Schadensersatz entfällt daher (eigene Formulierung des Verfassers), Beschluss OLG Stuttgart vom 07.08.2012, Az. 13 U 78/12.
Sachverhalt - Verkehrsrecht Dresden
A parkt vor Apotheke. Dann geht A in die Apotheke. Plötzlich fährt B gegen ihren Pkw und flüchtet. Ein Passant macht sie aufmerksam. A dreht sich ruckartig um, wodurch sie zwei Bandscheibenvorfälle erleidet. B kann ermittelt werden. Der Fahrzeugschaden der A wird reguliert. A verlangt auch Schadensersatz wegen des Bandscheibenvorfalles. Das LG weist die Klage ab. Das Berufungsgericht bestätigt das Urteil.
Rechtsgründe - Verkehrsrecht Dresden
Bei einem Unfall kann der Geschädigte gem. §§ 7, 18 StVG, § 823 ff. BGB Schadensersatz bezüglich des verursachten Schadens verlangen. Ersetzt werden aber nur solche Schäden, die mit dem Unfall in einem inneren Zusammenhang stehen, mithin Folge der spezifischen Gefahren des Straßenverkehrs sind. Nicht ersetzt werden Schäden als Folge eines allgemeinen Lebensrisikos.
Der Bandscheibenvorfall aufgrund der ruckartigen Drehbewegung ist danach keine spezifische Unfallfolge.
Mein Rechtstipp - Verkehrsrecht Dresden
"Im Einzelfall empfiehlt sich eine Dokumentation aller Verletzungen als kausale Folge eines Unfalles. Die Frage der Zurechenbarkeit sollte dann vom Arzt und Anwalt geprüft werden" - so Rechtsanwalt Ulrich Horrion aus Dresden.
http://www.verkehrsrecht.rechtsanwalt-horrion.de
Verkehrsrecht Dresden
Radeberger Straße 26 01099 Dresden
Pressekontakt
http://www.verkehrsrecht.rechtsanwalt-horrion.de
Verkehrsrecht Desden - Rechtsanwalt Ulrich Horrion
Radeberger Str. 9 01099 Dresden
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Ulrich Horrion
16.11.2016 | Ulrich Horrion
Bearbeitungsgebühren in Bausparverträgen unzulässig.
Bearbeitungsgebühren in Bausparverträgen unzulässig.
06.11.2014 | Ulrich Horrion
Banken müssen Bearbeitungsgebühren bei Kreditverträgen zurückzahlen.
Banken müssen Bearbeitungsgebühren bei Kreditverträgen zurückzahlen.
05.08.2014 | Ulrich Horrion
Forderungen aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung sind von der Restschuldbefreiung ausgenommen. Insolvenzrecht
Forderungen aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung sind von der Restschuldbefreiung ausgenommen. Insolvenzrecht
07.01.2014 | Ulrich Horrion
Hohes Risiko der Insolvenzanfechtung bei inkongruenten Vermögensverschiebungen.
Hohes Risiko der Insolvenzanfechtung bei inkongruenten Vermögensverschiebungen.
06.01.2014 | Ulrich Horrion
Trotz schleppender Zahlungen keine Insolvenzanfechtung - Insolvenzrecht.
Trotz schleppender Zahlungen keine Insolvenzanfechtung - Insolvenzrecht.
Weitere Artikel in dieser Kategorie
04.08.2026 | Sperbys Musikplantage
Gerrit Kringel aus Neukölln - Bürgermeisterkandidat mit Niveau
Gerrit Kringel aus Neukölln - Bürgermeisterkandidat mit Niveau
03.08.2026 | Sperbys Musikplantage
Büsra Karadag - die junge Stimme für das Berliner Abgeordnetenhaus
Büsra Karadag - die junge Stimme für das Berliner Abgeordnetenhaus
03.08.2026 | Sperbys Musikplantage
Davide Annone - Ihre Stimme für das Berliner Abgeordnetenhaus
Davide Annone - Ihre Stimme für das Berliner Abgeordnetenhaus
01.08.2026 | Der-Yacht-Anwalt
15 Jahre „Der Yacht-Anwalt“: Superyachten brauchen mehr als Kaufvertragsberatung
15 Jahre „Der Yacht-Anwalt“: Superyachten brauchen mehr als Kaufvertragsberatung
31.07.2026 | Der Haberfeldtreiber
Rechtsstaat braucht Transparenz – Kritik durch die Webzeitung Der Haberfeldtreiber
Rechtsstaat braucht Transparenz – Kritik durch die Webzeitung Der Haberfeldtreiber

